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Elternlose Kinder in Uganda

Die Hälfte aller Menschen in Uganda sind Kinder: rund 10 Millionen! Der Bürgerkrieg bedroht sie in weiten Teilen des Landes nicht mehr. Doch die medizinische Versorgung ist eine Katastrophe. Viele Kinder sterben noch an vermeidbaren oder heilbaren Krankheiten.
Seit kurzem herrscht zwar eine allgemeine Schulpflicht - die "universal primary education" - doch etwa 6 von 10 Kindern vollenden ihre siebenjährige Grundschulzeit nicht. Viele Mädchen und Jungen müssen zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen. An der hohen Analphabetenrate wird sich so schnell nichts ändern, ebensowenig am enormen Bevölkerungswachstum, dem höchsten selbst im kinderreichen Afrika. Das bremst den Wiederaufbau wie die Reduzierung der Armut.
Zudem ist ein Großteil der Bevölkerung der offiziellen Landessprache Englisch nicht mächtig. Da der Unterricht in den übervollen Klassenräumen aber fast ausschließlich auf englisch stattfindet, erreichten selbst ambitionierte Lehrer die meisten ihrer Schüler nicht.
Trotz dieser widrigen Umstände gilt in der Bevölkerung als anerkannt, dass nur eine fundiert ausgebildete junge Generation den Weg in eine bessere Zukunft ebnen kann. Daher trifft man überall auf den Slogen:

"Education is the key"

Hunderttausende Kinder sind Waisen! Sie müssen sich allein durchschlagen. Entfernte Verwandte leben selbst in Armut. Zum Teil sind diese Kinder Flüchtlingswaisen oder leben auf der Straße, ohne Aussicht auf eine Zukunft.
Sie brauchen jemanden, der ihnen hilft!

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Geographische Lage

Uganda (Hauptstadt: Kampala) liegt in Ostafrika. Auf einer Fläche, die in etwa so groß ist wie die alte Bundesrepublik, leben knapp über 20 Millionen Einwohner. Die Amtssprache ist Englisch. Es gibt über 30 verschiedene ethnische Gruppen. Unser Projekt befindet sich in Kagadi, einer Kleinstadt im mittleren Westen zwischen Hoima und Fort Portal. Die Einheimischen sprechen in dieser Region Runyoro.
Das Klima ist trotz der topographischen Lage gemäßigt, der Boden ist fruchtbar. Niederschläge fallen sehr unterschiedlich.

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Wirtschaftliche Situation

Kolonialisierung, Militärdiktatur und Bürgerkrieg haben Uganda heruntergewirtschaftet. Heute hat sich die Situation gefestigt: Ein Ergebnis des Präsidenten Museveni. Es weist in der Wirtschaft konstant gute Wachstumsraten auf und gilt als Vorbild bei der Bekämpfung von HIV-Neuinfizierungen.
Doch diese positiven Entwicklungen geschehen auf niedrigstem Niveau. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und leidet weiterhin unter einer enorm hohen Aidsquote.
Fallende Weltmarktpreise und eine zu hohe Staatsverschuldung bremsen den Aufschwung. Die Exportgüter bestehen fast ausschließlich aus unverarbeiteten Rohmaterialien wie Tee, Kaffee oder Tabak. Eine geregelte Stromverorgung ist selbst in der Hauptstadt kaum gegeben. Rund 80% der Berufstätigen arbeiten in der Landwirtschaft.

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Statistische Daten des Auswärtigen Amts:

Ländername:

Republik Uganda (Republic of Uganda)

Klima:

Tropisches Hochland

Lage:

Binnenstaat in Ostafrika (Nachbarstaaten:
Sudan, Kenia, Tansania, Ruanda, DR Kongo)

Größe:

236.860 qkm (entsprechend etwa ehem. Bundesrepublik Deutschland bis 03.10.90), davon rd. 40.000 qkm (18 %) Seen und Sümpfe

Hauptstadt:

Kampala mit ca. 1,2 Mio. Einwohnern

Bevölkerung:

rund 24 Mio, Wachstumsrate 3 %, mehr als 40 ethnische Gruppen, unterteilt in die beiden großen Gruppen der Bantu (u.a. Baganda, Banyankole etc.) und Niloten (rd. 20%, u.a. Acholi, Langi).

Landessprachen:

Amtssprache Englisch, verbreitet auch Suaheli. Unter den 14 wichtigsten Stammessprachen sind Luganda, Luo, Iteso und Rwanyankole hervorzuheben

Religionen / Kirchen:

überwiegend christlich (ca. 45% katholisch, ca. 35% anglikanisch - Church of Uganda -, ca. 10% Moslems)

Nationaltag (Unabhängigkeit):

09. Oktober 1962 (Independence Day)

Staatsform/Regierungsform:

Präsidialregierung

Staatsoberhaupt

Yoweri Kaguta Museveni (de facto auch Regierungschef), Amtsantritt: 29.01.1986 nach Bürgerkrieg, erstmals gewählt 1996, wiedergewählt für 5 Jahre am 12.03.2001 (lt. Verfassung letzte Amtsperiode)

Vertreter:

Dr. (Mrs.) Specioza Wandira-Kazibwe (Vizepräsidentin)
Amtsantritt: 23.11.1994, im Amt bestätigt nach den Parlamentswahlen vom 26.06.2001

Regierungschef:

Prof. Apolo Nsibambi (Premierminister, Leitung der Kabinettssitzungen) Amtsantritt: 23.04.1999, im Amt bestätigt nach den Parlamentswahlen vom 26.06.2001

Außenminister:

James Wapakhabulo (dritter stellv. Premierminister), Amtsantritt: 24.07.2001

Parlament:

Präsident: (Speaker) Edward Kiwanuka Ssekandi, (Amtsantritt: 03.07.2001), letzte Wahl 26.06.2001, nächste Wahl 2006

Regierungspartei

National Resistance Movement (NRM), das sich nicht als "Partei" sondern als "Volksbewegung" begreift

Oppositionsparteien

Democratic Party (DP), Uganda People's Congress (UPC), Conservative Party (CP)

Gewerkschaften:

National Organisation of Trade Unions (NOTU)

Verwaltungsstruktur:

Zentralregierung, 56 Verwaltungsbezirke (Distrikte)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:

u.a. VN, OAE, EAC, OIC, AKP, Commonwealth, COMESA (Wirtschaftsgemeinschaft für Ost- und zentrales Afrika) Organisation für die Entwicklung und Erschließung des Kagera-Flußbeckens, IGAD (Intergovernmental Authority on Drought and Development), Nile Basin Initiative (10 Staaten des Nil-Einzugsgebiets)

Wichtigste Medien

Fernsehen
Uganda Television (UTV - staatlich)
TV-Africa (privat, früher Sanyu Television)
Multichoice (mehrere Pay-TV-Kanäle, privat)
Channel TV (privat)
WBS (Wavamunno Broadcasting System - privat)
Lighthouse TV (privat, kirchlich, US-amerikanisch)
Rundfunk
Radio Uganda (staatlich)
Sanyu FM (privat, früher Radio Sanyu)
Capital Radio (privat)
Central Broadcasting Service (privat)
Zeitungen
Tageszeitungen:
The New Vision (regierungseigen)
The Monitor (unabhängig)
Wochenzeitungen: Sunday Vision (regierungseigen)
The Sunday Monitor (unabhängig)
Regional:
The East African (für Kenia, Tansania und Uganda)

Prokopf-BSP

USD 260

Bruttoinlandsprodukt

USD 6,0 Mrd.

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